Halluzination: Warum KI selbstbewusst lügt
Eine Halluzination ist, wenn eine KI etwas Falsches erfindet – aber so klingt, als wäre es sicher wahr.
Was ist das?
Eine Halluzination ist eine falsche Aussage einer KI, die aber selbstbewusst und überzeugend klingt. Zum Beispiel erfindet die KI ein Buch, ein Gesetz oder eine Funktion in einer Bibliothek, die es gar nicht gibt – und formuliert es so, als wäre es Fakt.
Warum passiert das?
Ein LLM sagt Wort für Wort das wahrscheinlichste nächste Wort voraus (siehe LLM). Es hat kein eingebautes "Wahrheits-Häkchen". Wenn es die echte Antwort nicht kennt, füllt es die Lücke trotzdem mit plausibel klingendem Text – weil "plausibel klingen" genau das ist, worauf es trainiert wurde.
Wann passiert es besonders oft?
- Bei sehr spezifischen Fakten (Namen, Zahlen, Zitate)
- Bei Fragen zu Dingen nach dem Trainings-Stichtag
- Bei Nischenthemen mit wenig Trainingsdaten
- Wenn nach nicht-existierenden Dingen gefragt wird ("Nenn mir die Funktion X in Bibliothek Y")
Was hilft dagegen?
- Der KI echte Quellen/Dokumente als Kontext geben statt sie raten zu lassen
- Wichtige Fakten immer gegenprüfen (besonders Zahlen, Zitate, API-Namen)
- Die KI bitten, Unsicherheit zu benennen, statt zu raten
BEISPIEL
Frage: 'Zitiere Paragraph 5 des (erfundenen) Gesetzes XYZ.' Eine halluzinierende KI erfindet einen plausibel klingenden Text, statt zu sagen: 'Das Gesetz existiert nicht.'
KURZ-QUIZ
Warum halluzinieren LLMs?
QUELLEN
- Wikipedia: Halluzination (Künstliche Intelligenz) ↗ de.wikipedia.org
- Anthropic-Doku: Halluzinationen reduzieren ↗ docs.anthropic.com