Der Agent-Loop: Denken → Handeln → Prüfen → Wiederholen
Der Agent-Loop ist der Kreislauf, mit dem ein KI-Agent Schritt für Schritt eine Aufgabe löst.
Die vier Schritte
Ein KI-Agent arbeitet meist in einer Schleife:
- Denken: Was ist der nächste sinnvolle Schritt für dieses Ziel?
- Handeln: Ein Werkzeug aufrufen (Datei lesen, Code ausführen, API anfragen)
- Prüfen: Das Ergebnis anschauen – hat es geklappt? Neue Infos?
- Wiederholen: Zurück zu Schritt 1, bis das Ziel erreicht ist oder abgebrochen wird
Warum eine Schleife statt einem Schritt?
Weil echte Aufgaben selten in einem Schuss lösbar sind. Ein Bug-Fix braucht vielleicht: Datei lesen, Fehler verstehen, Änderung vorschlagen, Tests laufen lassen, Ergebnis prüfen, nachbessern. Jede Runde bringt neue Informationen, die die nächste Entscheidung beeinflussen.
Ein Beispiel
Ziel: "Fixe den fehlschlagenden Test." Runde 1: Agent liest die Fehlermeldung. Runde 2: Agent öffnet die betroffene Datei. Runde 3: Agent ändert eine Zeile. Runde 4: Agent führt den Test erneut aus. Runde 5: Test grün – fertig.
Die Gefahr: Endlosschleifen
Ohne Grenzen kann ein Agent sich verirren – ewig dieselbe falsche Lösung probieren oder Kosten in die Höhe treiben. Deshalb brauchen gute Agenten Stopp-Bedingungen: eine maximale Rundenzahl, ein Budget-Limit oder eine klare Erfolgsbedingung.
BEISPIEL
Ziel: 'Alle Tests grün bekommen.' Loop: Test ausführen → Fehler lesen → Code ändern → Test erneut ausführen → wiederholen, bis grün oder Limit erreicht.
KURZ-QUIZ
Warum arbeiten Agenten in einer Schleife statt in einem einzigen Schritt?
QUELLEN
- Anthropic: Building effective agents ↗ www.anthropic.com
- OpenAI-Doku: Agents ↗ platform.openai.com
- Wikipedia: Softwareagent ↗ de.wikipedia.org